Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Grußwort von Landrat Jan Peter Schrder beim Empfang zum 491. Geburtstag von Heinrich Rantzau im Bürgersaal Bad Segebergs

 

Herr Generalkonsul, meine Herren Honorarkonsuln, sehr geehrte Frau Bürgervorsteherin, sehr geehrte Familie Rantzau, sehr geehrte Damen und Herren.

Auch ich bin gerne gekom

men und möchte gerne die Grüße des Kreises Segeberg ausrichten zu so einem besonderen Tag.

Wieder einmal jährt sich der Geburtstag von Heinrich Rantzau. Dass man im Kreis Segeberg sehr alt werden kann, das sehen wir. 491 Jahre - so gut möchte ich auch aussehen in 440 Jahren.

Ich glaube es ist ein sehr guter Tag mehr als 400 Jahre nach dem Tod von Heinrich Rantzau ihn zu ehren.

Dass er sehr mit der Stadt

verwoben ist, dass er sehr prägend für die Region war, das wissen Sie alle. Hier in der Stadt - die Worte sind heute schon gefallen: Die  Heinrich Rantzau-Schule, die Kapelle, der Obelisk, das Epitaph in der Kirche. All das ist hier  in Bad Segeberg jeden Tag wieder sichtbar.

Er hat natürlich in 43 Jahren Amtszeit als Stadthalter im Bereich hier reine Menge erreicht, geschaffen. Auch das haben wir in Ausschnitten von Herrn Hinrichsen schon gehört. Wir haben es gesehen in dem kurzen computeranimierten Film. Auch dafür sage ich Herrn Hinrichsen noch einmal vielen Dank, denn Sie haben ja die Datengrundlage geschaffen, dass so etwas überhaupt geht. Das ist glaube ich einen Applaus wert.

Besonders freue ich mich auch, dass es damit ja nicht zu Ende sein soll. Dass wir einen Blick auf die Stadt, auf die Häuser in Bad Segeberg -- in naher Zukunft hoffentlich - noch viel stärker bekommen zusammen mit der Universität Hamburg hier einen Eindruck aus der Zeit bekommen. Darauf freue ich mich ganz besonders.

Dass wir uns gern auf Heinrich Rantzau besinnen, liegt eben daran, dass er nicht nur sehr einflussreich war und ein herausragender Vertreter seiner Zeit, ein sehr mächtiger Mann, sondern eben dass er auch und das haben wir eben schon gehört, eben auch dem Humanismus, dem Ausgleich zwischen den Religionen sehr verbunden war, und dass er natürlich hier in Segeberg seinen Sitz genommen  hat. Wo anders hätte er sitzen können?

Alles in allem also ein sehr bemerkenswertes Leben, das es verdient hat, hier und heute so geehrt zu werden, und ich freue mich schon auf die  Steigerung in den nächsten Jahren bis zum 500. Geburtstag.

Ganz persönlich habe ich

mich in der Vorbereitung einmal gefragt: Was können wir heutigen Amtmänner, also Minister, Landräte, Bürgermeister, sonstige Vertreter der Politik von Herr Rantzau lernen? Was können wir uns abgucken, damit wir vielleicht in 400 Jahren genauso geehrt werden, wenn man sich an uns erinnert? Natürlich werden wir es nicht erfahren, ob man sich in 400 Jahren an uns erinnert, weil - ich möchte niemandem zu nahe treten, keiner von uns wird mehr dabei sein. Aber mal gucken, ob wir genug getan haben. Ich spreche nur von mir, Anwesende sonst sind ausgenommen.

10 Jahre Studium - habe ich auch hingekriegt, ja hat ziemlich lange gedauert. Ich habe aber nicht mit 12 Jahren schon angefangen.

40 Jahre Amtszeit? In demokratischen Zeiten - und ich sage bewusst: zum Glück - undenkbar. Also auch da fehlt es.

Bautätigkeit? Wir haben gehört, was er alles geschaffen hat. Heutige Kassen lassen das, glaube ich , eher nicht mehr zu. Und die Baukostenüberschreitungen, darüber könnte ich hier stundenlang erzählen, das lasse ich lieber. Darf ich ja nicht, danke Herr Dreessen. ;-)

23 Bücher in 20 Jahren - kann ich für mich ausschließen. Ich habe noch nicht eins geschrieben. Das wird bös eng in den nächsten Jahren.

12 Kinder in 13 Jahren - (Kopfschütteln). Da spielt meine Frau nicht mit. Lachen des Publikums.

Eine Verdreifachung des Vermögens, des persönlichen?

(Weil hier die Aufzeichnung endete nur noch das Ende des Grußwortes aus dem Gedächtnis des Landrats: )

Im Hinblick auf die Verdreifachung des privaten Vermögens in der Amtszeit von Heinrich Rantzau habe, ich gesagt, dass das auch heute noch dazu führen würde, dass man

sich an den Amtsinhaber noch sehr lange  erinnern würde. Aber eben sehr negativ, und dass es heute die Staatsanwaltschaft auf den Plan rufen würde.

Es seien eben völlig andere, letztlich nicht vergleichbare Zeiten gewesen. Deshalb solle man an diesem Tag denjenigen ehren, der es unstreitig verdient habe: Heinrich Rantzau.

Und dann habe ich mit abschließenden Wünschen für einen guten Verlauf des weiteren Veranstaltungstages allen Teilnehmern interessante Darbietungen und informative Vorträge gewünscht und mich dafür entschuldigt daran aufgrund anderer Termine nicht mehr teilnehmen zu können.